Allgemein

Camping mit meiner bunten Verwandtschaft / Teil 1 von 2

Als wir an einem Feiertag losfuhren und ich verhaubt in meine Reisebox gesetzt wurde, versprach mir mein Mensch eine Überraschung. Nach einer nicht allzu langen Fahrt waren wir bereits am Zielort angekommen. Ich sah noch nichts, weil ich noch meine Haube trug, aber ich hörte eine mir bekannte Stimme und ich freute mich. Das konnte nur Anke von AnkesPapageienwelt sein, und ich sollte Recht behalten. Und natĂŒrlich waren auch die vier Rabauken mit dabei: Pumba, Simba, Nala und Kiara.

Bisher hatten wir uns immer nur kurz getroffen. Jetzt wollten wir drei Tage miteinander verbringen.
Anke war schon seit ein paar Tagen auf dem Campingplatz. Wir mussten uns nun erst einmal installieren und alles aufbauen.

An dem Tag haben wir nichts mehr zusammen unternommen. Die Menschen haben noch gemeinsam gegessen und geredet, wÀhrend ich mich direkt daneben meiner Gefiederpflege gewidmet habe. Immerhin bin ich mitten in der Mauser und es juckt ziemlich.

Am nĂ€chsten Tag wollten wir alle zusammen ein Abenteuer erleben. Nach einem spĂ€ten FrĂŒhstĂŒck ging es los. Anke packte ihren Rucksack voll und die Aras machten es sich auf ihren Schultern und Armen bequem. Ich stand auf dem Falknerhandschuh meines Baums-to-go. 😉 (=mein Mensch)

Wir wanderten ein Weilchen bis zu einem Punkt, von dem man eine schöne Aussicht auf einen kleinen Ort hatte. An den Aras wurden Sender befestigt und dann konnten sie den Himmel stĂŒrmen. Zeitgleich fing es an zu regnen, obwohl uns die Vorhersage Sonne versprochen hatte. Ich verzichtete auf den Freiflug. Zum einen stecke ich gerade mitten in der Mauser, ich tausche gerade mein gesamtes Großgefieder Alt gegen Neu, und wĂ€hrend dieser Zeit esse ich mehr und bin darum schwerer. Darum sehe ich keine Notwendigkeit, zu fliegen. Denn ein Falke fliegt, um zu jagen.
Die Aras fliegen, weil sie Freude daran haben. Diese Energieverschwender. 😉

Zum anderen braucht man als Falke fĂŒr den Freiflug eine Genehmigung des hiesigen JagdpĂ€chters. Die Papageien brauchen das nicht. Mir genĂŒgte es, den Vieren beim Fliegen zuzuschauen, das ist auch spannend, dafĂŒr weniger anstrengend.

Nach dem Fliegen wanderten wir weiter, wir wollten an dem Tag immerhin noch einen Berg erklimmen. Der Regen hörte auf, die Sonne kam raus. Zum Zielpunkt ging es sehr steil bergauf. FĂŒr mich kein Problem, ich wurde ja getragen, aber mein Mensch schnaufte angestrengt. Als wir dann endlich oben auf dem Berg ankamen, staunten wir nicht schlecht ĂŒber diese grandiose Aussicht.

Der Heimweg war einfacher, es ging stetig bergab. 🙂
Wir waren an dem Abend voller schöner Bilder und spannender Erlebnisse und dementsprechend mĂŒde.
Was wir am nĂ€chsten Tag erlebt haben, darĂŒber berichte ich im zweiten Teil.

Faszination Falke

FĂŒr einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

FĂŒr dich vielleicht ebenfalls interessant 


Kommentar verfassen