Im Mai 2026 fuhr mein Mensch nach Uhingen zu einem Seminar für Falkner.
Angekündigt waren folgende Seminarinhalte:
- Fachliche Vorbereitung für den Umgang mit verletzten wilden Greifvögeln, Falken und Eulen als privater Falkner.
- Erste Hilfe für den Beizvogel während der Beizjagd sowie in der Voliere.
- Theoretischer Teil: Artenkunde, Ernährung, Krankheiten.
- Praktischer Teil: Orale / intramuskuläre / subkutane Gabe von Medikamenten, sichere Griffe, häufig nicht bemerkte Verletzungen, Erkrankungen und deren Notfallversorgung.

Geübt wurden die „Sicheren Griffe“ sowie die Gabe von Medikamenten intramuskulär, wie man ein gebrochenes Bein des Vogels schient und einen verletzen Flügel fixiert.
Manches kann man lernen, lesen und diskutieren, aber bestimmte Dinge müssen einfach praktisch geübt werden, sonst steht man als Falkner in einem Notfall da und weiß vor lauter Aufregung nicht, wie man Erste Hilfe leistet und einen verletzten Vogel versorgen kann.


Mein Mensch hat an diesem Tag viel Interessantes und Wichtiges gelernt, und sie hofft natürlich, dass sie es bei mir nie anwenden muss.
Der Theorieteil war alles andere als trocken, sagt sie. Einmal durften die Kursteilnehmer eine Art „Memory“ spielen, aber doch ganz anders. Sie mussten Bilder von jungen Greifvögeln, Falken und Eulen den jeweiligen erwachsenen Vögeln der Art zuordnen. Das war gar nicht so einfach.
Der Kurs wurde von der humorvollen Art der Dozentin Sandra Hildebrandt, ihrem Wissen und von ihrer enormen Erfahrung auf dem Gebiet des Greifvogelschutzes getragen.
Mein Mensch sagt, dass sie einmal im Jahr so einen Kurs besuchen möchte. Zum einen, um in Übung zu bleiben, was die Behandlungsmöglichkeiten angeht, und zum anderen wegen des wertvollen und sympathischen Austauschs mit den anderen Teilnehmern.
Filstal Falknerei

