
Zu den Aufgaben eines Falkners gehört meiner Meinung nach auch das Versorgen von verunfallten Greifvögeln, Falken und Eulen. Da ich persönlich weder genügend Platz noch ausreichend Zeit dafür habe, unterstütze ich aktiv und finanziell eine Greifvogelauffangstation in meiner Nähe:
Greifvogelzentrum Falconis Filstal e. V.
Spenden direkt an das Greifvogelzentrum sind sehr willkommen. Das Team dort leistet eine hervorragende Arbeit und hat bereits vielen Falken, Greifvögeln und Eulen helfen können.
Die Filstalwelle hat bereits ein paar Filme über das GZFF veröffentlicht. Hier gelangt man zu den Filmchen.


Erste Hilfe bei verletzten Falken, Greifvögeln und Eulen
1. Eigensicherung
Findet man ein verletztes Tier an einer stark befahrenen Straße, kann man die Polizei bitten, die Stelle abzusichern, bevor man sich um das Tier kümmert.
Der Vogel weiß nicht, dass man ihm helfen möchte. Er hat höchstwahrscheinlich Angst und Schmerzen und wird sich wehren. Darum bitte nicht mit den bloßen Händen anfassen. Besser eine Decke, eine Jacke oder ein Handtuch über das Tier legen und es damit einwickeln.
Der Transport erfolgt am besten in einem Karton mit Luftlöchern, der sich sicher verschließen läßt.
2. Versorgung
Bitte kein Wasser und kein Futter geben! Hunger oder Durst sind in diesem Moment nicht das Problem. Der Vogel steht unter Schock und kann sich an dem Wasser oder Futter verschlucken und daran versterben.
Im Sommer den Vogel in den Schatten bringen, im Winter nicht in der Kälte liegen lassen, sondern lieber ins Auto oder ins Haus bringen, bis klar ist, wohin der Vogel dann gebracht werden kann.
Den Vogel bitte nicht in Rückenlage transportieren. Bauchlage ist besser.
3. Fundort notieren
Sobald der Vogel wieder gesund ist und wieder ausgewildert werden kann, geschieht das bevorzugt am Fundort, oder zumindest in dessen Nähe. Manchmal warten die Partner des Vogels sehnsüchtig auf dessen Rückkehr. Darum bitte immer den Fundort notieren und diese Information an den Greifvogelschutz weitergeben.
4. Fachkundige Hände
Um sowohl eine Fehlprägung auf den Menschen als auch eine Mangelernährung zu vermeiden, bitte den verletzten Vogel nicht selbst daheim versorgen, sondern lieber in fachkundige Hände geben, damit er die Chance auf eine Rückkehr in die Natur hat.
Es gibt in ganz Deutschland Greifvogelauffangstationen, Falknereien und Tierrettungen, an die man sich wenden kann. Am besten die Nummern im Mobiltelefon abspeichern, damit man sie zur Hand hat, wenn man sie braucht.
