Im Juni 2023 packte mein Mensch meine Sachen in eine große Tasche: meine Waage, ein Wassersprüher, verschiedene Handschuhe, eine Lockschnur, meine Vitamine für die Mauser, und vieles mehr.
Dann schleppte sie meine zerlegbare „Hohe Reck“ aus Edelstahl in den Camper, dazu eine Kiste für die Nacht, einen Sprenkel, und eine Kühlbox, um mein gefrorenes Futter zu transportieren. Als das alles verstaut war, folgte das Gepäck für unseren Vierbeiner: sein Hundebett, sein Futter, Spielzeug, Leinen und vieles mehr.
Dann waren der Camper und das Auto voll.
Mein Mensch sagte zu mir, ich müsse verhaubt im Auto sitzen und das könnte etwas länger dauern. Kein Problem, ich kann mich mit der Haube entspannen, ich kann dösen und manchmal putze ich mich auch mit Haube. Um mein Gefieder zu pflegen, muss ich nichts sehen.
Wir fuhren nicht am Stück zu unserem ersten Ziel, aber die Übernachtungspause überspringe ich in meiner Erzählung. Ich beschreibe lieber unsere ersten Urlaubstage.
Mein Mensch versprach mir viel Sand, also sehr viel Sand. Ich konnte mir darunter nichts vorstellen und war darum umso erstaunter, als ich zum ersten Mal in meinem Leben das Meer und den Strand sah. Wir waren am Atlantik in Frankreich, westlich von Bordeaux.


Wir gingen bei Sonnenaufgang zum Strand, damit unser Vierbeiner ungestört rumsausen konnte. Später gingen wir nochmal zum Atlantik, da konnte ich auf meinem Sprenkel unter einem Sonnenschirm stehen und rumschauen während die anderen dösten.


Was ich besonders toll fand, war der Wind. Er war so stark, dass ich nicht frei hätte fliegen können, denn er hätte mich sicher weit weg geweht. Also breitete ich meine Flügel aus und mein Mensch hob mich hoch über ihren Kopf. So konnte ich ein paar Zentimeter über ihrem Handschuh gesichert schweben. Das war ein unvergessliches Erlebnis.
Im nächsten Beitrag erzähle ich, warum wir danach plötzlich in Spanien waren.



