Dirk Harders ~ 9 ~ Wildflug / Wildflight

Dirk, worin besteht der Unterschied zwischen Vollwildflug- und Halbwildflughaltung?
Und was gibt es dabei für Vorteile und Nachteile?
Dirk, what is the difference between full wild flight and half wild flight husbandry?
And what are the advantages and disadvantages?


Früher versuchte man den Falken über die Federspielarbeit Flugkraft und Ausdauer anzutrainieren. Um 1975 wurde noch davor gewarnt, solche Trainingsflüge auf die Mittagszeit zu legen, weil hier die Thermik zu stark sei und man Gefahr laufen würde, den Falken durch unkontrollierbares Schweimen zu verlieren. Und genau hier lag der Hase im Pfeffer. Man ging im Kollektiv davon aus, dass man einfach keine Kontrolle mehr über den Greifvogel hätte, statt einfach mal abzuwarten, was eigentlich passiert. Sobald sich der Vogel zu damaligen Zeiten 100 m in die verkehrte Richtung entfernt hatte, wurde er zurückgerufen.

In the past, attempts were made to train the falcons in flight strength and endurance through feather play. Around 1975, people were still warning against scheduling such training flights at midday because the thermals were too strong here and there was a risk of losing the falcon due to uncontrollable hovering. And this was exactly the crux of the matter. One assumed in the collective that one would have simply no more control over the bird of prey, instead of waiting simply times, what actually happens. As soon as the bird had moved 100 m away in the wrong direction in those days, it was called back.

Zu diesem Zeitpunkt gab es allerdings einen Greifvogeltrainer in Spanien, der andere Wege ging. Exakt zur Mittagszeit ließ er seine Wanderfalken fliegen. Diese Art des Trainings hatte natürlich große Auswirkungen auf das Grundflugvermögen und somit auch auf die nun möglich gewordenen Jagdleistungen. Seine Wanderfalken „Savall“ oder „Donza“ wurden dadurch europaweit bekannt. Der Terzel „Savall“ brachte aufgeschirrt und verhaubt 550 g auf die Waage. Absolut jeder Jagdflug dieses kleinen Terzels war erfolgreich.

At that time, there was a bird of prey trainer in Spain who took a different approach. Exactly at midday he let his Peregrine Falcons fly. This kind of training had of course great effects on the basic flight ability and thus also on the now possible hunting performance. His Peregrine Falcons „Savall“ or „Donza“ became famous all over Europe. The tiercel „Savall“ weighed 550 g harnessed and hooded. Absolutely every hunting flight of this small tercile was successful.

Das Prinzip einer Vollwildflughaltung nutzten wir eigentlich nur zum Zweck der Auswilderung von jungen Pflegefällen. Sie werden so lange von uns mit Atzung/Futter versorgt, bis diese liegen bleibt und nicht mehr genutzt wird. Sporadisch lassen sie sich dann noch mal blicken, aber irgendwann bleiben sie dann ganz aus. Das ist dann das Zeichen für uns, dass sie selbständig geworden sind.
Um einen Vollwildflug zu praktizieren benötigen die Jungvögel ein passendes Gelände mit einem Hacktower, in dem sie in einem Alter von 35 Tagen eingesetzt werden. Über ein Rohrsystem werden sie ohne weiteren Kontakt zum Menschen mit Atzung versorgt. Bis zum Jungfernflug im Alter von ca. 45 Tagen können sich die Jungvögel das Gelände einprägen. Da die Falken aus einer solchen Halteform in aller Regel für den Verkauf bestimmt sind, werden sie häufig schon nach 14 Tagen wieder eingeholt, da man befürchtet, dass sie zu früh selbständig werden könnten. Die Nachteile bestehen aus meiner Sicht darin, dass die Jungvögel nach so kurzer Zeit noch nicht optimal beflogen sein können, und zum anderen müssen sie ja erst einmal locke gemacht werden. Bis es dann zum ersten Freiflug kommt vergehen mindestens 10-14 Tage, in denen sich die Muskulatur weiter abgebaut hat. Daher bevorzuge ich eine andere Art des Einfliegens.

We actually used the principle of a full wild flight attitude only for the purpose of the release of young care cases. They are supplied by us with food until this remains lying and is no longer used. Sporadically they let themselves look then again, but sometime they remain then completely without. This is then the sign for us that they have become independent.
In order to practice a full wild flight the young birds need a suitable area with a hack tower, in which they are used at the age of 35 days. They are provided with food via a piping system without further contact with humans. Until the fledgling flight at the age of about 45 days, the young birds can memorize the terrain. Since the falcons from such a holding system are usually destined for sale, they are often brought in again after only 14 days, as it is feared that they might become independent too early. From my point of view, the disadvantages are that the young birds cannot be optimally flown after such a short time, and on the other hand, they must first be made more attractive. Until it comes to the first free flight at least 10-14 days pass, in which the musculature has broken down further. That’s why I prefer a different way of flying them in.


Bei einem Thermikflug erreicht „Badzi“ das Gipfelkreuz der Kampenwand in 1669 m Höhe

In der Natur werden die jungen Sakerfalken nach dem Ausfliegen weitere 4-6 Wochen durch die Altvögel betreut und weiterhin mit Atzung versorgt. Während dieser Phase lernen die Jungvögel perfekt zu fliegen, um dadurch selbständig Beute machen zu können. Das Jagen muss ihnen nicht beigebracht werden, es ist genetisch festgelegt.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur Angaben zur Halbwildflughaltung machen. Mit dieser Art des Einfliegens haben wir optimale Ergebnisse erzielen können. Bei einem Full- oder Sozialimprint ist es während der gesamten Aufzuchtphase extrem wichtig, dass jeden Tag sehr viel Zeit in diese Vögel investiert wird. Sie sollen und können gerne mit mir „reden“, aber niemals lahnen. Für ihr Kopfkino müssen sie immer Programm haben. Solche Imprints wie eine Altvogelaufzucht zu behandeln wäre der größte Fehler. Einem berufstätigen Greifvogeltrainer ist es daher zeitlich überhaupt nicht möglich, einem Imprint das zu bieten was er benötigt, damit seine positiven Eigenschaften zum Tragen kommen können.

In nature, the young Sakerfalcons are cared for by the adults for another 4-6 weeks after fledging and continue to be provided with food. During this phase the young birds learn to fly perfectly in order to be able to make prey independently. They do not have to be taught to hunt, it is genetically determined.
From personal experience I can only give information about the half-wild flight attitude. We have been able to achieve optimal results with this type of flying in. With a full or social imprint, it is extremely important during the entire rearing phase that a lot of time is invested in these birds every day. They should and can happily „talk“ to me, but never cock. For their head cinema they must always have program. To treat such imprints like an old bird breeding would be the biggest mistake. A working bird of prey trainer therefore has no time at all to offer an imprint what it needs so that its positive characteristics can come to fruition.

Sozialimprints 2009

Sobald diese Imprints 20 Tage alt sind, beginne ich damit eine Bindung an das spätere Halbwildfluggelände herzustellen. Von einem strategisch günstigen Punkt aus können sie sich das Gelände bis zu den ersten Flugübungen einprägen. Sobald sie zu fliegen beginnen, bin ich weitere 3 Wochen gemeinsam mit ihnen draußen, um die Bindung an das Gelände weiter zu festigen. Atzung habe immer dabei. Sobald ein Jungvogel über einen längeren Zeitpunkt optisch nicht zu sehen war und dann aber selbständig zum Ausgangspunkt zurückkommt, gibt es einen Belohnungsbissen. Dadurch kommt es nicht nur zu einer guten Bindung an das Gelände, sondern auch an meine Person. Sollte die Telemetrie einmal ausfallen, dann wissen die Falken, dass es sich auf jeden Fall lohnt vorbei zu schauen, wenn sie mich draußen laufen sehen.

As soon as these imprints are 20 days old, I begin to establish a bond with the subsequent semi-wild flight terrain. From a strategic point, they can memorize the terrain until their first flight exercises. Once they begin to fly, I am outside with them for another 3 weeks to further solidify the bond with the terrain. I always have food with me. As soon as a young bird has not been seen visually for a longer period of time, but then returns to the starting point independently, there is a reward bite. This not only creates a good bond with the terrain, but also with my person. If the telemetry should fail once, then the falcons know that it is worthwhile in any case to look past, if they see me running outside.

Bevor es morgens in den Halbwildflug geht, bekommt jeder Falke so viel an Atzung ohne Gewölle bildendes Material, wie er aufnehmen möchte. So stehen den jungen Falken hohe Energiereserven zur Verfügung, um ihre Körper optimal zu trainieren, und Muskulatur aufbauen zu können. Die jungen Falken werden in keinster Weise konditioniert, sondern sie bekommen immer so viel an hochwertiger Atzung, wie sie aufnehmen möchten.
Der Aktionsradius wird im Laufe der Wochen und Monate immer größer. Später sind auch 15 km im norddeutschen Flachland keine Seltenheit, und es besteht auch kein Grund nervös zu werden. Gegen Abend trudeln sie alle wieder ein, und sie bekommen wieder so viel an Atzung angeboten, wie sie aufnehmen möchten. An manchen Tagen ist ihnen aber schon eine halbe Wachtel zu viel.

Before it goes in the morning into the half-wild flight, each falcon gets as much as food without pellet-forming material, as it would like to take up. This gives the young falcons high energy reserves to train their bodies optimally and to build up muscles. The young falcons are not conditioned in any way, but they always get as much high quality food as they want to eat.
The action radius becomes in the course of the weeks and months ever larger. Later, even 15 km in the North German lowlands are not uncommon, and there is no reason to get nervous. Towards evening they all arrive again, and they are offered as much food as they want to take in. On some days, however, even half a quail is too much for them.

Fullimprint „Lewy“

Zum besseren Verständnis ein paar Beispiele dafür, wie sich eine solche Halbwildflughaltung auf die Flug- und Jagdleistungen eines Greifvogels auswirken:
2009 hatte ich einen Fullimprint namens „Taymir“ aufgezogen und über die oben beschrieben Halbwildflughaltung eingeflogen. Ihre ersten Beutetiere waren leider Gottes 3 Maulwürfe. Wie sie das hinbekommen hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Wann sieht man in der Natur tagsüber schon mal einen Maulwurf? Und dann kommt sie im Laufe weniger Tage mit 3 Maulwürfen angeflogen.
Auf jeden Fall hat sie diese „Beutetiere“ immer spielerisch mit nach Hause gebracht. Ihre 1. Krähe hat sie dann nach 3 Wochen im Halbwildflug stehend in ansteigender Kondition mit 1.163 g Gewicht geschlagen. Als Jungvogel reagierte sie zu Anfang natürlich ängstlich auf die Krähen, denn diese haben sofort erkannt, dass sie einen Jungfalken vor sich hatten und haben sich so einige Späßchen mit ihr erlaubt (z.B. an den Stoßfedern ziehen). Der Kuchen war dann aber schnell gegessen, als „Taymir“ immer kräftiger und ausdauernder zu fliegen begann. Jetzt wurde es für sie ein Riesenspaß diese schwarzen Engel zu schrubben, wo immer sie sie antreffen konnte. Die Alarmrufe der Krähen waren sofort zu vernehmen, wenn sie auch nur ihre Bells hörten. Mitte November 2009 hat sie sich dann verstoßen. Suchmeldungen brachten keinen Erfolg.  4 Monate später kam dann aus über 1.200 km Entfernung eine Rückmeldung. „Taymir“ war südlich von Lyon/Frankreich bei einem Jagdflug tödlich verunglückt.

For a better understanding, here are a few examples of how such a semi-wild flight attitude affects the flight and hunting performance of a bird of prey:
In 2009, I had raised a fullimprint named „Taymir“ and flown her in via the semi-wild flight attitude described above. Her first prey items were, unfortunately for God, 3 moles. How she managed that is a mystery to me to this day. When do you ever see a mole in nature during the day? And then she comes flying in the course of a few days with 3 moles.
In any case, she always playfully brought these „prey animals“ home with her. Her 1st crow she then beat after 3 weeks standing in semi-wild flight in increasing condition with 1.163 g weight. As a young bird she reacted at the beginning naturally anxiously to the crows, because these recognized immediately that they had a young falcon before itself and permitted themselves so some jokes with her (e.g. at the shock feathers pull). But the cake was quickly eaten when „Taymir“ began to fly more and more vigorously and persistently. Now it became a lot of fun for her to scrub these black angels wherever she could find them. The alarm calls of the crows could be heard immediately, if they even heard her Bells. Then in the middle of November 2009 she has cast off. Search messages brought no success. 4 months later came then from over 1.200 km distance a feedback. „Taymir“ had had a fatal accident south of Lyon/France during a hunting flight.

Herr Hannes Lehnhart von der Burg Hohenaschau hatte 2009 einen Sakret/Fullimprint von mir bekommen. „Badzi“ stand bei uns insgesamt 7 Monate im Halbwildflug. Als Rotvogel hatte er sich 2008 mit dem Einsetzen der Zugunruhe verstoßen. Als er aus seiner hohen Halbwildflugkondition in die Jagdkondition runterrutschte, begann er in 370 km Entfernung an einer Burgruine sofort erfolgreich auf verwilderte Haustauben zu jagen. Mitarbeiter vom Seeadler- und Wanderfalkenschutz konnten ihn von einer geschlagenen Beute aufnehmen und uns verständigen. Dieser Sakret brachte in höchster Kondition mit kugelrunder Brust lediglich 750 g auf die Waage. Während einer Trainingseinheit auf der Burg Hohenaschau erreichte „Badzi“ bei einem Thermikflug das Gipfelkreuz der Kampenwand in 1.669 m Höhe, und er stieg noch weiter. Auf ein ganz bestimmtes Handzeichen hin, ging er von dort oben in einen Sturzflug über. Als Herr Lehnhart mir diesen Flug am Telefon schilderte sagte er: „Das Fliegen, Herr Harders, hat „Badzi“ bei Ihnen gelernt.“
Einige Zeit später hat „Badzi“ sich erneut verstoßen und ist danach leider nicht wieder aufgetaucht.

Mr. Hannes Lehnhart from Hohenaschau Castle had received a Sakret/Fullimprint from me in 2009. „Badzi“ stood with us for a total of 7 months in semi-wild flight. As a redbird, he had cast off in 2008 with the onset of migratory unrest. When he slipped down from his high semi-wild flight condition into hunting condition, he immediately began successfully hunting feral domestic pigeons at a castle ruin 370 km away. Staff from the White-tailed Eagle and Peregrine Protection were able to pick him up from a beaten prey and notify us. This Sakret weighed only 750 g in highest condition with a bullet-round chest. During a training session at Hohenaschau Castle, „Badzi“ reached the summit cross of the Kampenwand at 1.669 m during a thermal flight, and he continued to climb. On a very specific hand signal, he went into a dive from up there. When Mr. Lehnhart described this flight to me on the phone, he said, „Badzi“ learned to fly from you, Mr. Harders.“
Some time later, „Badzi“ strayed again and unfortunately did not reappear afterwards.

Wie alle anderen Falken auch, zeigte Malawis Bruder in ansteigender Kondition seine spektakulärsten Flüge. Nach einer 3wöchigen Halbwildflughaltung setzte bei ihm die Zugunruhe ein. Am 03.08.2009 hatten wir gegen Mittag das letzte Signal von seinem Sender im Kopfhörer. Zwei Tage später konnten ihn Ornithologen 70 km südlich von Prag/Tschechien einholen. Nach einer Flugstrecke von über 850 km hatte er sein Gewicht um 30 g nach unten korrigiert.

Like all other falcons, Malawi’s brother showed his most spectacular flights in increasing condition. After 3 weeks of semi-wild flight, migratory restlessness set in for him. On 03.08.2009 we had the last signal from his transmitter in the headphones around noon. Two days later ornithologists could catch him 70 km south of Prague/Czech Republic. After a flight distance of more than 850 km he had reduced his weight by 30 g.

Malawis Bruder „Jawe“

Der Vorteil einer mindestens 6wöchigen Halbwildflughaltung in höchster Kondition besteht aus meiner Sicht darin, dass die Jungfalken durch diese naturnahe Halteform ihre Gewichtsobergrenze erreicht haben. Ein weiterer Aufbau an Muskelmasse wäre auch durch andere Trainingsmethoden nicht zu erzielen. Da sie jeden Abend eingeholt werden, sind sie zudem sehr locke und mit allen Gepflogenheiten vertraut und besitzen zudem die Flugeigenschaften eines sehr guten Wildfalken. Sollten sie sich in dieser hohen Halbwildflugkondition einmal verstoßen, so sind sie jagdlich alle sofort erfolgreich gewesen. Mit einem Greifvogel aus einer solchen Halteform kann sofort weitergearbeitet werden. Für einen berufstätigen Greifvogeltrainer, der nur an den Wochenenden Zeit für seine Vögel hat, ist es praktisch unmöglich dieses hohe Grundflugvermögen aufrecht zu halten.

In my opinion, the advantage of keeping the young falcons in top condition for at least 6 weeks in a semi-wild flight is that they have reached their upper weight limit through this near-natural holding method. A further increase in muscle mass could not be achieved by other training methods. Since they are retrieved every evening, they are also very easy-going and familiar with all habits and also have the flight characteristics of a very good wild falcon. Should they ever stray in this high semi-wild flight condition, they have all been immediately successful hunting-wise. With a bird of prey from such a holding condition it is possible to continue immediately. For a working bird of prey trainer, who only has time for his birds on weekends, it is practically impossible to maintain this high basic flight condition.

Dana
Sakerfalke
Female F. Cherrug
24.04.1997 – 25.04.2013

Dieser weibliche Sakerfalke hat mir schon vor 20 Jahren meine Grenzen als Greifvogeltrainer aufgezeigt. Sie stammt aus der Zucht von Erwin Röglinger/Kolbermoor/Bayern. Nur durch eine naturnahe Halteform konnte sich „Dana“ als Jungvogel körperlich optimal entwickeln. Aus den anfänglichen 1.030 g laut Kaufvertrag wurden 1.265 g. Ihre Flugkraft und Ausdauer waren fantastisch anzusehen. Bei Testflügen am Stangenfederspiel flog sie ohne Probleme über 200 Durchgänge. Am 06.02.1999 kehrte sie nicht in ihr Wildfluggelände zurück. Alle Nachsuchen blieben erfolglos. 4 Monate später tauchte dann ein Großfalke im Hamburger Hafengebiet auf. Bei der Artbestimmung wurden sich die Ornithologen (Gerfalke) und Falkner (Gersakerfalke) nicht einig.

This female Sakerfalcon already showed me my limits as a bird of prey trainer 20 years ago. She comes from the breeding of Erwin Röglinger/Kolbermoor/Bavaria. Only by keeping her close to nature „Dana“ could develop physically optimal as a young bird. The initial 1.030 g according to the purchase contract became 1.265 g. Her flight power and endurance were fantastic to watch. During test flights at the lure she flew more than 200 passes without any problems. On 06.02.1999 she did not return to her territory. All searches were unsuccessful. 4 months later a great falcon appeared in the Hamburg harbor area. Ornithologists and falconers did not agree on the species identification.

„Dana“ in Hamburg / Oktober 1999

Da sie jagdlich erfolgreich war, reagierte sie nicht auf ausgelegte Tauben und Enten. Die Fangversuche von behördlicher Seite schlugen daher alle fehl. Im Oktober 1999 wurde der Falke fotografiert und am 19. Dezember 1999 bekam ich dieses Foto zugeschickt. Für mich war sofort klar: Das ist sie!
Am 05. Januar 2000 gelang es mir, sie im 1. Anlauf einzuholen. Nach 11 Monaten in freier Natur lag ihr Jagdgewicht bei 1.256 g. Nur 36 Stunden nach dem Einholen stand sie ohne Scheu auf meiner Faust und nahm dort die angebotene Atzung an. Nur 4 Tage später kam sie schon wieder zur Faust beigeritten. In diesem Leben wird es mir auch nicht mehr gelingen einen Falken zu formen, der besseres Datenmaterial liefern wird. Sie ist für mich mein Maß der Dinge.

Since she was successful in hunting, she did not react to laid pigeons and ducks. The attempts to catch it by the authorities were therefore all unsuccessful. In October 1999 the falcon was photographed and on December 19, 1999 I received this photo. For me it was immediately clear: This is Dana!
On 05 January 2000 I succeeded in catching her in the 1st attempt. After 11 months in the wild her hunting weight was 1.256 g. Only 36 hours after the catching up she stood without shyness on my fist and accepted the offered food. Only 4 days later she came again to my fist. In this life I will not succeed to form a falcon, which will deliver better data material. She is for me my measure of all things.

Bei allen Formen der Tierhaltung kommt es immer wieder zu unschönen Bildern und Vorkommnissen. Nur wenn man fasziniert ist von dem was man macht, und eine „gute Hand“ für die Tiere hat, wird es auch möglich sein, andere Menschen zu begeistern.
Kritische Äußerungen meinerseits sollen lediglich dazu beitragen, die Problematik zu erklären und wenn möglich, das Ergebnis zu verbessern.
Die falknerische Greifvogelhaltung bleibt für mich die optimalste Art der Greifvogelbeobachtung.

With all forms of animal husbandry, there are always unattractive images and incidents. Only if you are fascinated by what you do and have a „good hand“ for the animals, it will also be possible to inspire other people.
Critical remarks on my part should only help to explain the problem and if possible to improve the result.
The bird of prey keeping remains for me the most optimal way of bird of prey watching.

                             Vielen Dank für Ihr Interesse. / Thank you for your interest.

                                                 Dirk Harders / Oldersbek / 31.12.2020

Veröffentlicht von Ronjas Mensch

Falknerei ist kein Hobby, es ist Leidenschaft. - Ronja meint: "Falknerei ist die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. " ;-)

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