Gewölle

Im Beitrag „Beizjagd“ habe ich versprochen, über mein Gewölle zu berichten.
Manche verwenden auch den Begriff „Speiballen“.
Dabei handelt es sich um unverdauliche Nahrungsreste, wie z.B. Federn oder Fell, die ich herauswürge.

Es ist wichtig für meine Gesundheit, dass ich Nahrung bekomme, die artgerecht ist, also naturgetreu, inkl. Knochen und Federn oder Fell.
Das Gewölle putzt Magen und Speiseröhre, und auch versehentlich gefressene Fremdkörper können so wieder ausgeschieden werden.
(Im Gewölle eines Wanderfalken wurde mal ein Taubenring gefunden.)

Nur Vögel, die verletzt oder geschwächt sind, brauchen in ihrer Reha-Zeit kein Gewölle, aber da wissen die Greifvogel-Auffangstationen mehr darüber.

Anhand der Farbe kann man sehen, was ich geatzt habe. Gelb: das war wohl ein Küken. Weiß: vielleicht Kaninchen. Schwarz: Krähe oder schwarze Taube.

Bei Eulen sind noch Knochen im Gewölle, weil Eulen keine Knochen verdauen können. Man könnte also aus einem Eulengewölle das Skelett einer ganzen Maus zusammenbasteln.

Nachdem ich geatzt (gefressen…das wisst ihr bestimmt mittlerweile) habe, dauert es ca. 8 bis 16 Stunden, bis ich das Gewölle herauswürgen kann.
Es ist wichtig, einen Greifvogel nicht in kurzen Abständen zu füttern, sonst könnte er eine Gewöll-Verstopfung bekommen.
Die Regel lautet also: erst raus, dann rein. 😉

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