Rechtsgrundlagen der Falknerei

Als mein Mensch den Falknerschein gemacht hat, hat sie beim Lernen gestaunt, wie viele Gesetze es gibt, die der Falkner kennen sollte.

  • Bundesjagdgesetz
  • Jagdgesetze der Länder (in meinem Fall Baden-Württemberg)
  • Bundesnaturschutzgesetz
  • Tierschutzgesetz
  • BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
  • Grundgesetz
  • Bundeswildschutzverordnung
  • Bundesartenschutzverordnung
  • WAÜ (Washingtoner Artenschutzübereinkommen)
  • EG Vogelschutzrichtlinien
    (und eventuell noch ein paar mehr…)

Zum einen wird man von den Jagdschulen gut geschult und optimal für die Falknerprüfung vorbereitet, zum anderen sollte man sich aber auch weiterhin mit den Gesetzen beschäftigen, um sich nicht versehentlich strafbar zu machen.

Es ist gut und wichtig, dass die Haltung von Greifvögeln streng geregelt ist. Nur so kann man verhindern, dass jeder einen Greifvogel kauft und hält, ohne sich mit dessen Bedürfnissen auszukennen, ohne kontrolliert zu werden und vielleicht sogar ohne die Leidenschaft, die es für die Falknerei braucht.

Die oben genannten Gesetze regeln z.B. die Beschaffung eines Greifvogels, die Haltung, die Ausübung zur Beizjagd, die Zucht, den Schutz (ganz wichtig!), die Kennzeichnung (siehe Beitrag „Warum ich einen Ring trage“) etc.

Was muss ein Mensch haben, bevor er sich einen Greifvogel kaufen und aufstellen kann?

  • Jagdschein
  • Falknerschein
  • Genügend Platz für eine Voliere oder für eine Flugdrahtanlage. Hier müssen die baurechtlichen Vorschriften beachtet werden!
  • Genügend Zeit und Liebe für den Greifvogel (ganz wichtig!)
  • Optimal wäre auch eine Jagdgelegenheit für den Greifvogel. Hier muss man sich fragen: WANN kann ich WO mit meinem Beizvogel WAS jagen?
  • Man sollte sich vorher Gedanken darüber machen, woher man gute Atzung für den Greifvogel bekommt, zu welchem kundigen Tierarzt man gehen könnte und sich möglichst vorher schon ein Netzwerk aufbauen, denn ohne Tipps und Hilfe von anderen tut man sich als Anfänger vielleicht schwer.
  • Auch empfiehlt es sich, einen „Falknertag“ bei einer Falknerei zu buchen, damit man so vielleicht herausfinden kann, ob man wirklich sein Leben so einem Vögelchen unterordnen will und kann. Oder man arbeitet als Praktikant bei einer Falknerei mit.

Fazit: Man muss kein Jurist sein, um Falkner zu werden, aber man muss ein bisschen verrückt, leidenschaftlich, einfühlsam und zielstrebig sein.

Veröffentlicht von Ronjas Mensch

Falknerei ist kein Hobby, es ist Leidenschaft. - Ronja meint: "Falknerei ist die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. " ;-)

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