Ende August 2025 war es endlich soweit. Mein Mensch und ich durften in unserem Lieblingscafé (Plätschwiesle) in Nürtingen einen Vortrag halten. Wir waren aber nicht alleine. Anke und ihre vier Rabauken (wie ich sie nenne) waren mit von der Partie. Die Rabauken sind zwei Gelbbrust- und zwei Dunkelrote Aras (auch Grünflügelaras genannt) namens Simba, Pumba, Nala und Kiara.

Das Thema unseres Vortrages waren die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten von Falken und Papageien, denn Falken sind laut Erbgut-Analyse (DNA) näher mit Papageien verwandt als mit Greifvögel, wie Bussard oder Adler.
Der Vortrag war im Vorfeld ausverkauft, es gab keine Abendkasse mehr, zum Leidwesen von denjenigen, die gerne noch spontan gekommen wären. Aber es gibt eben nun mal nur eine begrenzte Anzahl von Stühlen und auch die Technik (Mikrofon und Verstärker) hätte keine größere Menge stemmen können.
Ich war wie vor jeder Veranstaltung völlig ruhig und gelassen. Wie erwartet ging es den vier Aras auch so. Nur unsere Menschen waren ein bisschen nervös und hatten Lampenfieber. Eine Premiere war das Mikrofon, das die Menschen benutzen mussten, damit sie für alle Gäste gut verständlich waren. Sie hatten Sorge, dass wir Vögel durch den Verstärker irritiert werden könnten. Aber wir durchschauten die Sache mit der schwarzen Box, aus der die Stimmen kamen, sofort und konnten uns dann wieder unserer Gefiederpflege widmen.



Mein Mensch begann den Vortrag mit der Begrüßung und der Bitte, das Tierwohl an erste Stelle zu setzen, was beinhaltete, nicht zu klatschen und den Blitz beim Foto auszumachen, damit wir nicht erschrecken. Anstatt zu klatschen, wirbelten die Besucherinnen und Besucher mit ihren Händen in der Luft. Dann stellte mein Mensch mich vor und erzählte etwas über Sakerfalken allgemein. Danach folgte Anke mit ihrer Vorstellungsrunde. Sie beschrieb den Charakter von jedem ihrer Aras, was sehr schön und spannend war.
Beim restlichen Vortrag hörte ich ehrlich gesagt schon nicht mehr zu. Er war bestimmt interessant und faszinierend, denn die Gäste wirbelten ihre Hände oft und lange in der Luft. Ich glaube, es ging um unser Gefieder, unsere Schnäbel, die Krallen, die Ernährung, das Flugtraining, und so weiter. Da ich das alles bereits weiß, konnte ich in Ruhe rumgucken und mein Gefieder putzen.
Die vier Rabauken machten es auch so. Manchmal wollten sie ins Mikrofon beißen, was Anke aber zu verhindern wusste.


Die Menschen lachten viel. Mir war gar nicht bewusst, dass die Haltung von Papageien und die Falknerei so lustig sind. Die Stimmung war durchweg positiv, denn auch die Gäste waren ausnahmslos interessiert, rücksichtsvoll und herzlich.
Ruckzuck waren fast zwei Stunden vergangen, der Vortrag neigte sich dem Ende zu. Danach kamen noch viele Interessierte zu unserem Tisch nach vorne, um Fotos zu machen, um uns Tiere von Nahem zu sehen oder um etwas zu kaufen. (Unser Buch, Ankes Kalender oder unsere Postkarten)
Ich verabschiedete mich von meiner bunten Verwandtschaft. Die Aras waren müde und durften in ihre Transportbox ins Auto. Ich schlüpfte in meine Haube und döste augenblicklich weg.


Falls uns jemand für diesen Vortrag buchen möchte, dann meldet euch am besten per Email:
faszinationfalke (at) gmail.com
oder
AnkesPapageienwelt (at) web.de
Hier sieht man eine kurze Beschreibung und Zusammenfassung des Abends:
YouTube: Vortrag Falke & Ara

