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Smilla erobert die Bretagne / Urlaub 2025 / Teil 1 von 2

Sobald meine ganzen Sachen, wie Falknerhandschuhe, Waage, usw. in eine Tasche gepackt wurden, wusste ich, dass wir bald losfahren würden. Dazu kam eine Gefrierbox, in die meine Atzung (Essen) gelegt wurde, damit ich für drei Wochen kulinarisch gut versorgt war. Diese Box stand im Campingwagen irgendwie immer im Weg, aber es nützte ja nichts, sie musste mit.
Unser Vierbeiner war selbstverständlich auch mit dabei. Wir verreisen immer zu viert, weil wir als Familie zusammengehören. Keiner wird zurückgelassen.
Unsere Menschen hatten sich zum Ziel gesetzt, die Bretagne zu erkunden. Die Bretagne ist die nordwestlichste Region und die größte Halbinsel Frankreichs. Inspiriert wurden sie von einem Buch, das von dem Krimiautor Jean-Luc Bannalec geschrieben wurde.

Da der Weg in die Bretagne sehr weit ist, fuhren wir auf dem Hin- und auch auf dem Heimweg in Etappen. Das tat den Menschen gut, aber vor allem auch uns Tieren.
Auf der Karte (von OpenStreetMap) sieht man unsere Stationen in der Bretagne. Wir starteten im Süden (in Pornic) und umrundeten die Halbinsel Richtung Nordwesten. Insgesamt fuhren wir ca. 3.500 km.

All unsere Abenteuer zu erzählen, die wir im Urlaub erlebt haben, das würde hier den Rahmen sprengen. In den drei Wochen haben wir viel gesehen, allerlei erlebt und einige sehr herzliche Menschen kennenlernen dürfen.
Ganz besonders gut gefallen hat es uns in Saint-Gildas-de-Rhuys, in Quiberon, an der Côte Sauvage und in Plouguerneau. Meneham ist absolut sehenswert, und auch Fort La Latte (Château de la Roche Goyon) ist ein Muss.

Wir haben die Bretonen als sehr herzliche Menschen erlebt. Sie sind wie ich, ehrlich und direkt in ihrer Art, unabhängig und freiheitsliebend.
Die häufigsten Fragen, die uns im Urlaub gestellt wurden:

  • Was ist das für ein wunderschöner Vogel?
  • Machen Sie hier eine Flugschau?
  • Darf ich ein Foto machen?

Wie jeder sich denken kann, konnten wir nicht inkognito in einem Café sitzen. Meine Menschen konnten weder ungestört Cidre schlürfen noch in Ruhe Galettes oder Crêpes essen.

Mein Mensch gab aber stets freundlich und geduldig Auskunft, und jeder, der fragte, durfte selbstverständlich ein Foto von mir machen. Wenn uns der Trubel mal zu viel wurde, dann hatten wir immer die Möglichkeit, uns zurückzuziehen. Meistens waren wir an Orten in der Natur ohne andere Menschen. Davon gibt es in der Bretagne eine Menge.

Frei fliegen konnte ich im Urlaub nicht. Das hätte ich aber daheim zur gleichen Zeit auch nicht gemacht, immerhin befand ich mich mitten in der Mauser. Außerdem kannte ich weder die bretonischen starken Winde, noch die Region. Es wäre zu gefährlich gewesen, mich dort fliegen zu lassen. Aber kleine Flugübungen musste ich ab und zu machen, damit ich nicht einroste, sagte mein Mensch.

Ich war trotzdem jeden Abend müde, mein Kopf war voller neuer Eindrücke, die erst einmal verarbeitet werden wollten. Auf manchen Campingplätzen blieben wir zwei Nächte. So hatten wir die Möglichkeit, auszuruhen, die nächsten Routen zu planen oder die Gegend zu erkunden.

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr noch ein bisschen mehr über unseren Urlaub in Breizh. (Breizh ist bretonisch und bedeutet Bretagne.)

Faszination Falke

Für einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

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