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Spielen Falken?

Als Spielverhalten bezeichnen Verhaltensbiologen diverse, in der Regel nicht einem bestimmten Zweck zuzuordnende Bewegungsabfolgen speziell bei Jungtieren: „Ein Tier spielt wirklich nur dann, wenn es satt, nicht durstig und auch sonst von keinen anderen Aufgaben in Anspruch genommen wird. Das Spiel ist gewissermaßen von keiner unmittelbaren Notwendigkeit diktiert. Es hat jedoch für die normale Entwicklung des Tieres eine große Bedeutung. […] Es experimentiert mit den Umweltdingen und lernt so deren Eigenschaften kennen. Es sammelt Erfahrungen im Spiel mit seinesgleichen und lernt auch die Möglichkeiten seines eigenen Bewegungskönnens kennen.“

Wikipedia / Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Grundriss der Vergleichenden Verhaltensforschung

Eins meiner Spiele besteht darin, den Fichtenzapfen herum zu werfen und wieder aufzufangen. Damit trainiere ich, die Beute schnell zu greifen.

Die Bürste schleppe ich gerne herum, damit trainiere ich meine Muskeln, um schwere oder sperrige Beute bewegen zu können.

Für meinen Menschen sieht das alles nach einem lustigen Spiel und Zeitvertreib aus, dabei übe ich für den Ernstfall, für die Jagd. Um in der Natur Beute zu machen, muss ein Falke topfit sein.

Manche Dinge werden durch mein Spiel zerstört, das ist mir aber total egal. 😉
Hier seht ihr eine meiner Federn vor dem Spiel und nach dem Spiel.

Meistens spiele und trainiere ich ganz alleine. Manchmal sitzt mein Mensch bei mir in der Voliere und wirft einen Gegenstand, den ich dann fange.

Beim Federspieltraining schwingt mein Mensch einen Beutedummy, den ich jage.
Ein ganzes Training von mir könnt ihr euch auf Youtube anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=eV-tGH-Y9DE

„Und was trainierst du hier?“ will mein Mensch wissen.


Faszination Falke

Für einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

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