An einem Tag kam mein Mensch zu mir und sagte: „Smilla, oh je, musstest du gerade jetzt im Regen duschen? Wir müssen gleich los, wir haben einen Termin bei der Nürtinger Zeitung in der Redaktion.“
Ups, den Termin hatte ich ganz vergessen.


Ursprünglich war ein gemeinsamer Spaziergang geplant gewesen, aber wegen des schlechten Wetters sollten wir uns in der Redaktion treffen, damit mein Mensch von mir erzählen kann. Dass ich dort trocken erscheinen muss, das hatte mir niemand gesagt. Was nun? Werde ich etwa geföhnt? *


Um ganz ehrlich zu sein, sah mein Mensch auch nicht gerade frisch gekämmt aus, darum habe ich ihr umgehend geholfen, damit ihre Haare kameratauglich werden.

So funktionieren wir als Team, wir helfen uns gegenseitig. 🙂
In der Redaktion der Nürtinger Zeitung wurden wir sehr freundlich empfangen. Zum Glück hatten wir uns gegenseitig gestylt, denn ein Fotograf lichtete uns sogleich ab. Dann stellte die Redakteurin meinem Menschen viele Fragen. Den Antworten habe ich gar nicht zugehört, ich war damit beschäftigt, den Besprechungsraum zu inspizieren und aus dem Fenster zu schauen.
Einige Zeit später durfte ich das Ergebnis in der Zeitung betrachten.
„Das hat die Dame schön geschrieben.“, sagte ich zu meinem Menschen.
* Zum Thema „einen Falken föhnen“: Natürlich würde mein Mensch niemals einen eingeschalteten Föhn auf mich richten. Das möchte ich anmerken, bevor ein Shitstorm stärker bläst, als der Föhn es könnte. 😉



Du sahst aber wirklich ziemlich zerzaust aus!