In meinem Beitrag über Parasiten hatte ich Zecken erwähnt.
Vor kurzem hatte ich meine erste Zecke. Sie hatte sich zum Glück noch nicht reingebohrt, hielt sich aber unter meinem linken Auge an den Federchen fest.
Igitt!

Mein Mensch sagt, sie liebt alle Tiere, bis auf Zecken und alles, was Blut saugt und Krankheiten überträgt.
Zum Glück hat mein Mensch die Zecke gleich gesehen und hat sich vorgenommen, dieses Mistding sofort zu entfernen.
Tja.
Ich habe natürlich nicht still gehalten. Ich musste meinen Kopf immer wegdrehen, Reflex eben. Manchmal erwischte mein Mensch die Zecke mit ihrem kratzenden Finger, aber wie gesagt, dieses Mistding hielt sich eisern fest.
So musste mein Mensch zwei Finger benutzen, wie eine Pinzette.
Eine richtige Pinzette wollte sie nicht zu Hilfe nehmen, weil sie Angst hatte, mein Auge damit zu verletzen, wenn ich ständig zappel.

Ich muss sagen, mein Mensch hat ganz schön viel Geduld bewiesen, sie fummelte ewig an mir rum, ganz in Ruhe, bis sie dieses Ding endlich entfernt hatte.
Mich hat die ganze Aktion zwar genervt, aber ich blieb trotzdem ruhig und gestattete meinem Menschen, meinem Auge so nahe zu kommen.

Zecken sind eine Milbenart, blutsaugende Ektoparasiten. Sie sind weltweit zu finden, in Deutschland gibt es ca. 20 Arten, die „Schildzecke Gemeiner Holzbock“ kommt am häufigsten vor.
Zecken haben zwei verschiedene Strategien:
Die einen lauern, das bedeutet, sie klettern auf einen Grashalm, halten sich dort fest und warten auf Beute, an dieser klammern sie sich dann fest.
Die anderen jagen aktiv, das bedeutet, sie bewegen sich auf ihrer Suche und sind anscheinend schneller als Weinbergschnecken unterwegs.
Sie haben an einem Bein einen Sensor, einen chemischen Sinn, der die Beute anhand von Atem oder Schweiß erkennt.
Und wer nun fragt, ob Zecken 6 oder 8 Beine haben, dem kann ich sagen: Beides stimmt. Als Larve haben sie 6 Beine, als Nymphe 8. (verschiedene Entwicklungsstadien der Milbenart)

