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Ich mache, was ich will

Über mein Freiflugtraining höre ich manchmal seltsame Meinungen.

Manch einer sagt, ich wäre gar nicht wirklich frei, weil ich auf das Federspiel fixiert bin.
Manch anderer sagt, ich wäre fixiert, weil ich arg Hunger hätte, und auf dem Federspiel ein Stück Fleisch festgebunden ist.
Darüber könnte ich nur lachen, wenn ich lachen könnte. Leider ist mir das nicht möglich, weil ich als Falke kein Zwerchfell habe. 😉
Ich zeige euch heute zwei Aufzeichnungen meines Trainings, erstellt mit Marshall GPS und der App AeroVision.

Beim ersten Training (links) zeigte meine Waage mehr an. Mein Hunger war also kleiner. Ich hatte einfach Lust, viele Angriffe zu fliegen. Und ich entscheide stets selbst, wie eng oder weit die Kurven meiner Angriffe sind.
Beim zweiten Training (rechts), das zwei Tage später stattfand, zeigte meine Waage ein klein wenig weniger an, mein Hunger war also eigentlich größer. Trotzdem hatte ich wenig Lust auf Training, sondern ich flog lieber einen Baum an, auf dem Krähen saßen, um diese zu vertreiben. Ich setzte mich dann in den Baum, um zu zeigen, dass es nun mein Baum ist. 🙂
Mein Mensch wartete geduldig auf der Wiese, bis ich genug Baumbesetzer gespielt hatte. Ich flog dann, wie man sieht, in gerader Linie zu ihr zurück.

Was lernt man daraus?
1. Ich mache, was ich will, unabhängig von meinem Gewicht und Hunger.
2. Als Falkner muss man immer mit Überraschungen rechnen und Geduld haben.
3. Wenn du etwas über die Falknerei lernen möchtest, dann frag Falkner, und nicht Menschen, die zwar eine Meinung, aber keine Ahnung haben. 😉

Faszination Falke

Für einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

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