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Natur und Landwirtschaft

Falls ihr euch fragt, warum es in manchen Gebieten immer weniger Falken und Greifvögel gibt, dann zeige ich euch heute einen großen Teil meines Flugreviers.
Wenn ich mich hier umschaue, dann frage ich mich: wo sollen Falken und Greifvögel jagen?

Auf diesem Feld wurden gestern Pestizide versprüht. Mit den Beutetieren, die das abgekriegt haben, würde ich mich vergiften.

Auf der anderen Seite reiht sich Gewächshaus an Gewächshaus. Was da drinnen angebaut wird? Grundnahrungsmittel? Nein, sondern eine reine Monokultur: Erdbeeren. Ein Genussartikel, den die Menschen nicht nur im Sommer genießen wollen, sondern am liebsten auch im Frühling und bis in den Herbst hinein.

Hier gibt es keine Beutetiere für Falken und Greifvögel. Hier gibt es nur Plastik und Netze.

Das ist eure Welt, nicht die meine.

Landwirtschaft ist gut und wichtig. Aber alles unter Plastik? Und kaum eine Wiese dazwischen, auf der ein Wildtier Nahrung finden könnte.

Wir Sakerfalken sind die mit am stärksten gefährdeten Vögel Europas. Wenn die Menschen so weitermachen, stehen bald auch die Wander-, die Baum- und die Turmfalken, sowie der Mäusebussard und die Milane auf der Liste der stark gefährdeten Vögel, wenn sie es nicht bereits tun.

Wozu brüten und Falkenbabys in die Welt setzen, wenn man selbst nicht genug Nahrung findet?

Was ich mir wünsche?

Nein, danke! Ich mag keine Erdbeeren.

Ich wünsche mir mehr Raum für Wildtiere!

Ich möchte betonen, dass ich nichts gegen Landwirtschaft habe. Im Gegenteil! Ihr verdanken die Menschen ihre Grundnahrungsmittel.
Ich wünsche mir aber eine nachhaltige Landwirtschaft, und damit eine Minimierung der schädlichen Auswirkungen auf Boden, Wasser, Luft und Artenvielfalt.

Faszination Falke

Für einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

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1 Kommentar

  1. Ich schliesse mich voll und ganz Deinen Wuenschen und Bedenken an.

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