Projekt Lugger / Bob Dalton

Ich habe Bob Dalton im September 2019 persönlich kennenlernen dürfen, als ich mit meinem Mensch und meinem Azubi auf dem Falknerfestival im Schwarzwald war.
Ich habe Bob sofort gemocht, ein sehr angenehmer und faszinierender Mensch!

Da das Deutsch von Bob so „gut“ ist wie das Englisch meines Menschen, konnten die beiden nicht viel miteinander reden.
Mein Mensch hat sich aber danach über das Projekt Lugger von Bob informiert, und das möchte ich euch heute vorstellen.

Hier findet ihr die Seite über das Projekt Lugger: http://projectlugger.com

Es geht bei Bob um Lugger Falken, also Verwandte von mir.
Luggerfalken sehen mir ähnlich, sind aber kleiner und leichter.
Die weiblichen Luggerfalken wiegen laut Bob ca. 600 g, die Terzel ca. 485 g.

Die Heimat der Luggerfalken ist Indien, Pakistan und Myanmar.
Früher waren sie auch in Bangladesch, Bhutan, Iran, Turkmenistan oder Afghanistan zu finden, aber dort sind sie weitestgehend verschwunden. Ihr Bestand nimmt rapide ab.
Sie ernähren sich von Insekten, kleinen Reptilien, kleinen Vögeln und kleinen Säugetieren / Nagetieren.
Luggerfalken gehen oft paarweise auf die Jagd, das ist bei Falken einmalig. Der eine scheucht die Beute auf, der andere schlägt die Beute. Gekröpft wird dann zusammen. 🙂

Das Projekt Lugger wurde im Mai 2017 von Bob Dalton ins Leben gerufen.
Durch den starken Rückgang der Anzahl der Lugger Falken in ihrer Heimat, und die dadurch langfristige Bedrohung des Bestandes, setzte sich Bob das Ziel, diese wundervolle Falkenart zu retten. Er hat mehrere Helfer und Schirmherren gefunden, die ihn aktiv dabei unterstützen.
Durch die Hilfe von Falkenzüchter soll ein möglichst vielfältiger Genpool entstehen, der die Basis für eine gesunde Population ist. Viele Luggerfalken werden ausgewildert.

Was genau bedroht den Bestand der Luggerfalken in der Natur?

Zum einen die Bevölkerungsexplosion in ihrer Heimat, der Lugger Falke findet immer weniger Platz und immer weniger Beute. Zum anderen gibt es leider illegale Wildfänge in immenser Anzahl für die dort ansässige Falknerei, und, was mir das Herz bricht, der Luggerfalke wird oft als Beutevogel benutzt, um größere Falken zu fangen, für den illegalen Handel. 😦
Wie das genau gemacht wird, hat mir mein Mensch erklärt, und wir hätten beide am liebsten zusammen geweint. Nur das hilft dem Luggerfalken nicht.


Bob sagt: „Der Luggerfalke braucht unsere Hilfe und er braucht sie jetzt!“
Wie wahr!

Wer helfen möchte, der kann zum einen die Informationen über das Lugger Projekt weiter verbreiten. Je mehr Menschen davon erfahren, desto höher ist die Chance, aktive Helfer zu finden.
Auf der Homepage des Lugger Projektes findet man Kunstdrucke, deren Erlös bei Kauf an das Projekt Lugger geht. Wer mag, kann dort ein Bild kaufen. Es eignet sich auch wunderbar als Geschenk für Menschen, die man mag. 🙂
Und wer Geld spenden möchte, kann Bob direkt nach der Kontonummer fragen, oder per paypal an diese Email Adresse: ronnieprojectlugger@gmail.com

Jeder gespendete Euro geht direkt an das Projekt! Reisekosten für das Projekt und vieles andere bezahlt Bob aus eigener privater Tasche.

Ein Interview mit Bob folgt im nächsten Beitrag.


[Danke an Virginia Winter für die Hilfe bei der Übersetzung aus dem Englischen von der Seite http://projectlugger.com/]











Veröffentlicht von Ronjas Mensch

Falknerei ist kein Hobby, es ist Leidenschaft. - Ronja meint: "Falknerei ist die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. " ;-)

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