Gastbeitrag von Dirk Harders

[Ich freue mich SEHR über den ersten Gastbeitrag, und dann auch noch von
Dirk Harders, ein erfolgreicher, sympathischer und erfahrener Falkenzüchter mit viel Herzblut aus Oldersbek, Schleswig-Holstein.
Viel Spaß mit seinem Beitrag. 🙂 ]

Ein junger, roher und untrainierter Greifvogel, ist wie ein feuchter Klumpen Lehm, den man noch formen kann.
Wie gut oder schlecht das Endergebnis aussehen wird, ist eine Frage der Grundeinstellung zum Vogel, und eine Frage der persönlichen Fähigkeiten seines Trainers.
Von deutlichem Vorteil ist es immer, ein guter Ornithologe mit dem Spezialgebiet „Greifvögel“ zu sein.
Die hieraus resultierende Faszination ist ein wichtiger Baustein, und dieser wird sich in vielen Dingen immer positiv für den falknerisch gehaltenen Greifvogel bemerkbar machen.
Die notwendigen persönlichen Fähigkeiten, als weitere tragende Faktoren, werden ein gutes Endergebnis erst möglich machen.
Diese beinhalten Verantwortungsbewusstsein, Geduld, Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl.
Man muss lernen, die Dinge aus der Sichtweise seines Greifvogels zu sehen, um seine Reaktionen auch verstehen zu können.
Nur wer „eine gute Hand“ für die Tiere hat, wird auch außergewöhnliche Ergebnisse erzielen können.

„Dana“
Sakerfalke
Female F. cherrug
24.04.1997 – 25.04.2013
Nur durch eine naturnahe Halteform (Halbwildflug in höchster Kondition) konnte sich Dana als Jungvogel körperlich optimal entwickeln.
Aus den anfänglichen 1.030 g laut Kaufvertrag, konnten so 1.265 g werden.
Flugkraft und Ausdauer waren fantastisch anzusehen. Bei Testflügen am Stangenfederspiel flog sie ohne Probleme über 200 Durchgänge.
Nachdem sie sich am 06.02.1999 verstoßen hatte, sollte sich ihre körperliche Entwicklung in der freien Natur bestätigen. Nach fast genau 11 Monaten in Freiheit gelang es mir, Dana am 04.01.2000 in Hamburg wieder einzuholen.
Am Folgetag brachte sie leer 1.256 g auf die Waage, und nur 36 Stunden nach dem Einfangen stand sie ohne Scheu auf meiner Faust und nahm dort die angebotene Atzung an.
Nach nur 4 Tagen kam sie schon wieder zur Faust beigeritten.
Dieses außergewöhnliche Ergebnis konnte nur möglich werden auf Grund absoluter Faszination für einen Greifvogel, und den persönlichen Fähigkeiten, die zwingend notwendig sind, um einen solchen überhaupt formen zu können.



[Wer auch einen Gastbeitrag auf meinem BLOG veröffentlichen möchte, der ist herzlich dazu eingeladen, vorzugsweise zum Thema „Falken“. Schreibt mir bitte dazu eine Email, siehe Impressum. ]

Veröffentlicht von Ronjas Mensch

Falknerei ist kein Hobby, es ist Leidenschaft. - Ronja meint: "Falknerei ist die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. " ;-)

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