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Himmel trifft Erde – eine besondere Begegnung

An einem Tag im Februar fuhren mein Mensch und ich zu einer besonderen Verabredung. Ich wusste mal wieder von nichts, es sollte eine Überraschung für mich sein. Während der Fahrt trug ich meine Haube und nutzte die Zeit, um mein Gefieder zu ordnen. Ich wollte hübsch aussehen, für wen auch immer.

Als wir dort ankamen, hörte ich Pferde schnauben. Und dann spürte ich den warmen Atem eines Pferdes auf meiner Brust, das an mir schnupperte, um mich kennenzulernen. Ich hatte bereits das Vergnügen mit Pferden, und ich ahnte, dass dieses Pferd noch keine Begegnung mit einem Falken hatte. Da empfiehlt es sich, ihm Zeit zu lassen, um die Situation einzuschätzen und zu erkennen, dass von mir keine Gefahr ausgeht.

Als mir dann die Haube abgenommen wurde, konnten wir uns in die Augen blicken.
Vor mir stand ein ausgesprochen hübscher Criollo-Wallach.
Diese Rasse ist bekannt für ihre enorme Ausdauer und ihre Trittsicherheit, selbst in anspruchsvollstem Gelände.
Genau das wollte ich mit eigenen Augen erleben.

Das Pferd heißt Milan. Warum er diesen Namen trägt, ist eine längere Geschichte.
Ihr könnt sie hier nachlesen:

Lass uns zusammen Grashalme zählen – Ein Buch von Sarah Hagenauer (bei Thalia)


Aber bevor Milan mir gezeigt hat, wie man Grashalme zählt, haben wir erst einmal zusammen gegessen. Für mich gab es Taubenschlegel, die mein Mensch mitgebracht hat. Für Milan gab es saftiges grünes Gras, das er auf einer Wiese abgezupft hat.
Ich musste befürchten, dass da keine Grashalme mehr zum Zählen übrig bleiben würden, weil Milan voller Appetit die Wiese abgegrast hat.

Wir liefen dann weiter bergauf, weil Milans Mensch uns einen schönen Aussichtspunkt zeigen wollte. Ich lief natürlich nicht, ich ließ mich von meinem Baum-to-go tragen. Für einen Tag im Februar war es überraschend mild. Die Sonne schien wie bestellt und es wehte ein sanfter Wind.
Der Aussichtspunkt war malerisch. Dort machten wir Rast.

Die Menschen machten ein kleines Feuer und stellten eine Pfanne darauf ab. In dieser wurde Käse geschmolzen. Dann tunkten die Menschen kleine Brotstücke hinein und es sah so aus, als würden sie diese Mahlzeit genießen.
Milan und ich tauschten einen vielsagenden Blick und waren uns einig, dass Menschen mitunter sehr merkwürdige Dinge zu sich nehmen.
Mein Mensch erzählte mir später, dass dies das weltbeste Käsefondue war, das sie je gegessen hat.

Wir erfuhren an diesem Tag viel über Pferde, über Freiheit und Vertrauen, über die Verbundenheit zwischen Milan und seinem Menschen, und über die Leichtigkeit des Seins.

Auf dem Rückweg wechselte ich meinen Baum-to-go und ließ mich von Sarah tragen, während mein Mensch sich von Milan führen ließ. Er fand zuverlässig den Weg zurück zum Stall.

Ein eindrucksvoller Tag neigte sich dem Ende zu. Wir verabschiedeten uns mit dem leisen Gefühl, dass dies erst der Anfang war. Unser erstes kleines Abenteuer, aber ganz bestimmt nicht das letzte.

Wenn ihr mehr über Milan erfahren wollt, dann schaut auf YouTube oder auf Instagram, dort findet ihr ihn unter „milanroessle“.

Die wunderbaren Bücher von Sarah bekommt ihr bei den üblichen Online-Händlern. Sie sind eindrucksvoll und bezaubernd, auch für Menschen, die selbst keine Erfahrung mit Pferden haben.

– Lass uns zusammen Grashalme zählen
– Lass uns zusammen Abenteuer erleben
– Lass uns zusammen die Berge bewundern

Faszination Falke

Für einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

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