Allgemein

Sommerurlaub 2024 in Frankreich / Teil 2 von 2

Nach einer Nacht am Mont Ventoux fuhren wir in die Haut-Provence in einen Ort, in dem wir bereits 2023 waren: Moustiers-Sainte-Marie.

An unserem Campingplatz wurden wir von den Betreibern Olivier und Aurélie sehr herzlich empfangen, denn sie konnten sich an unseren Besuch im letzten Jahr erinnern. Ich hatte anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 🙂
Dort wollten wir ein paar Tage bleiben, aber es wurden sage und schreibe 10 Tage, denn das Wetter im restlichen Frankreich lud uns nicht zur Weiterfahrt ein, im Gegenteil, nur nahe der Verdonschlucht war es in dieser Zeit sonnig, trocken und warm.
Das Empfangskomitee bestand aus mehreren Gänsegeiern, die eine Spannweite von bis zu 3 Metern haben können. Sie nutzten die Thermik und schraubten sich hoch in den Himmel. Ein faszinierender Anblick.

Es gibt Schlimmeres, als wetterbedingt in der Provence festzuhängen. 😉
Wir ließen es uns gutgehen, unternahmen Wanderungen, bummelten im Städtchen, spazierten zu einem See und ich konnte nicht nur die Gänsegeier beobachten, sondern auch Schwarzmilane und Wanderfalken.
Dort selbst zu fliegen war zu gefährlich für mich. Zum einen war mein Gewicht zu hoch, weil ich noch mitten in der Mauser war, zum anderen wehte ab und an der Mistral: ein starker tückischer Wind, der einen schnell mal an Felsen klatschen kann, wenn man ihn nicht einzuschätzen vermag.
Also überließ ich das Fliegen den Einheimischen.

Wenn wir im Städtchen unterwegs waren, dann trug ich meine Haube. Es war eng in den Gassen, es waren viele Touristen unterwegs, und mit meiner Haube konnte ich zur Ruhe kommen. So bekam ich nur akustisch mit, wie viele Menschen nach mir fragten, mich fotografieren wollten und sagten, dass sie mich schön finden. Mein Mensch passte auf mich auf und wehrte unerlaubte Berührungsversuche ab.

Bei Wanderungen trug ich keine Haube und konnte alles um uns herum bestaunen.

Wir hatten ein Lieblingscafé, in dem mein Mensch und Azubi verschiedene leckere Getränke zu sich nehmen konnten. Für mich wurde extra ein Taubensaft zubereitet. 😉

Als sich die Großwetterlage gebessert hat, verabschiedeten wir uns von Moustiers-Sainte-Marie und seinen Bewohnern und fuhren an den See „Lac de Serre-Poncon“. Dort verbrachten wir die letzten Urlaubstage.

Nach 2.627 km in drei Wochen kann ich sagen, dass mir der Urlaub sehr gefallen hat. Wir waren als Familie immer zusammen, haben Abenteuer erlebt, konnten tolle Gegenden bestaunen und es wurde stets primär Rücksicht auf uns Tiere genommen, bei allen Angelegenheiten. Mein Mensch sagt immer: „Wenn die Tiere glücklich sind, dann bin ich auch glücklich.“

Faszination Falke

Für einen Falken ist Falknerei die Kunst, einen Menschen an sich zu binden. ;-)

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Kommentar verfassen